kultur

Milch und Kekse

2015milckekse047oder: Dieses Stück braucht keinen Titel, denn bis zur Premiere sind wir eh alle tot!

Eine Stückentwicklung des Theaterjugendclubs Rendsburg

06.07.2015

Eine Katastrophe ist – laut Definition – ein “folgenschweres Unglücksereignis mitsamt dessen Folgen“. Schon stellt sich die Frage, ob so etwas überhaupt definiert werden kann.

Heute hat man oft das Gefühl, dass sich Katastrophen häufen. Passiert eine  “Katastrophe“, wird sie bis zum Äußersten medial ausgeschlachtet. Man könnte meinen, die Welt gehe morgen unter. Doch was kümmert es uns? Was kümmert uns überhaupt das „große Ganze“? Sorgen wir uns nicht eher um das kleine, persönliche Unglück? Und wie gehe ich mit Nachrichten über Katastrophen um? Lassen die mich völlig kalt, beginne ich Spendengüter zu sammeln, oder kann ich letzen Endes von ihnen profitieren?

Collagenartig versucht der Theaterjugendclub Rendsburg den Begriff Katastrophe zu erfassen und ihn uns bewusst zu machen.

Leitung: Lorenz Baumgarten, Christian van Bürk, Johannes Fast, Ramona Ries, Oliver Scheer2015milckekse212

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Eine Stückentwicklung des Theaterjugendclubs in Schleswig

Druck, Stress, Prüfungen, Leistung, Ergebnisse, Abitur, Zukunft, Burnout.
In diesem Jahr schicken wir die SpielerInnen des Theaterjugendclubs in ein Assessment-Center, kurz AC.
Das AC soll unter den Kandidaten die Person ermitteln, die den Anforderungen des Unternehmens, einer zu besetzenden Stelle optimal entspricht. Gespräche, Tests, Aufgaben, Problemstellungen, ständige Beobachtung und Bewertung – der Aufenthalt in dem AC ist kein Spaziergang.
Nach und nach erhöht das AC den Stress, dem jeder Kandidat ausgesetzt ist. Die Leistungstests und gruppendynamischen Aufgaben sind oft nicht zu lösen und selten durchschaubar. Das Ziel bleibt vage: Worin besteht überhaupt die versprochene Belohnung? Vor wem müssen wir uns beweisen? In dieser Arena heißt es: Jeder gegen jeden! Wer auf der Strecke bleibt ist raus oder wird recycelt.
Doch die natürliche Reaktion des Menschen auf starken Stress ist Flucht – oder Angriff.
Aber: Wo ist der Ausgang?
Leitung: Anja Meißner und Marisa Wendt

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Der lange Weg in die Freiheit und zurück

DSC_0011Ein Stück der UTS-Theatergruppe Szol Ha in Kooperation mit dem Schleswig-Holsteinischen Landestheater

 

Eine Aufführung in der Waldorfschule Flensburg am 12.06.2015DSC_0081

Sie kommen aus dem Iran, Irak, aus Afghanistan, Jemen und Saudi-Arabien. In ihrem selbstentwickeltem Theaterstück erzählen Rendsburger Asylbewerber, von ihren Herkunftsländern, ihrem Leben in Deutschland, dem täglichen Kampf mit den Behörden, ihren Hoffnungen und Träumen, den Schwierigkeiten Deutsch zu lernen und der Einsamkeit in einem fremden Land. Die individuellen Migrationsgeschichten werden eingerahmt von aktuellen Medienberichten, die die Zahlen und Fakten der deutschen und europäischen Flüchtlingspolitik widerspiegeln.

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