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„Daher benutze ich im Allgemeinen auch nicht den Begriff “Bildung” – ich nenne es “Erwachsene, die ihre Leidenschaft und ihre Erfahrung mit Kindern teilen.” Dann spielt es auch keine Rolle, ob es um Geografie oder Mathematik geht – es ist Leidenschaft, über die die Kommunikation läuft. (…) Denn Sie müssen vor allem den Menschen, mit denen Sie arbeiten, immer einen Schritt voraus sein, so dass Sie immer neue Herausforderungen für sie schaffen können, die ihren wachsenden Fähigkeiten gerecht werden, und gleichzeitig immer neue Fähigkeiten entwickeln können, damit es ihnen gelingt, die neuen Herausforderungen, nach denen sie verlangen werden, zu bewältigen. Es gibt daher, würde ich sagen, wenn es um Kunst und Schule geht, triftige Argumente dafür, Künstler an die Schulen zu holen. Aber nicht nur Künstler. Schulen sollten in beide Richtungen durchlässig sein. Kinder sollten die Schule zum Lernen verlassen können und andere Menschen sollten an die Schulen gehen können, seien es Tischler, Geschäftsleute, Tänzer, wer auch immer. Schulen sollten ein Treffpunkt sein, kein Ghetto, in das Sie Ihr Kind bringen und ihm sagen: “Auch wenn alles wirklich Interessante außerhalb der Schule stattfindet, wirst du die nächsten 15 Jahre hier sitzen, und wir werden dich in völliger Isolation unterrichten.“ Das scheint mir der schlechteste Weg.“

Royston Maldoom 2006

 

Arche Nova – Die Bildung kultivieren! Kongress vom 14.-16. Oktober 2011 in Bregenz

Der Kongress „Arche Nova – Die Bildung kultivieren!“ will die Intelligenz der pädagogischen Praxis, die Schulerneuerer, Lernaufwiegler und die an der nächsten Generation und der Zukunft Interessierten zusammen bringen. Wir wollen nicht in erster Linie Theorie praktizieren. Wir brauchen Geschichten und Ideen, Träume und Visionen, aber auch ganz pragmatische„working theories“. Denn die Praxis ist die Königin! Der Kongress soll auch Austausch, Fremdheit und Differenz ins Spiel bringen. Es gibt viele Wege und es ist ein Vorteil verschieden zu sein. Künstler, Wissenschaftler, Politiker und Unternehmer sollen ihre Perspektiven einbringen.

 

 

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(Paris/Berlin 25. Januar 2010) Für viele Regierungen hat gute Bildung erklärtermaßen Priorität, dennoch fällt das Thema häufig von der politischen Agenda. Ein Grund dafür ist, dass Investitionen in Bildung sich nur langfristig auszahlen und die positiven Effekte deshalb häufig unterschätzt werden. Auf Basis der PISA-Studie und anderer internationaler Schulleistungsstudien hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) heute in Paris eine Studie vorgelegt, in der die Wachstumseffekte besserer Bildungsergebnisse abschätzt werden.

Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass schon kleine Verbesserungen bei der Qualifikation der Erwerbstätigen enorme Wachstumseffekte nach sich ziehen. Der Report zeigt auch, dass nicht die Dauer der Schulzeit entscheidend ist, sondern die Qualität der Lernergebnisse. So könnte eine moderate Verbesserung der durchschnittlichen Schülerleistungen in den OECD-Ländern um 25 PISA-Punkte in den kommenden 20 Jahren zu einer um 115 Billionen US-Dollar höheren Wirtschaftsleistung über die Lebensspanne der im Jahr 2010 Geborenen führen. Für Deutschland könnte über diesen Zeitraum die Wirtschaftsleistung um 8.000 Mrd. US-Dollar (zu heutigen Preisen) höher ausfallen. 25 PISA-Punkte entsprechen der Verbesserung, die Polen zwischen PISA 2000 und PISA 2006 erreicht hat.

Würde man es schaffen, alle Schüler in den kommenden 20 Jahren mindestens auf das Basiskompetenzniveau von 400 PISA-Punkten zu bringen, könnte Deutschland zwischen 2010 und 2090 eine zusätzliche Wirtschaftsleistung von 12.000 Mrd. US-Dollar zu heutigen Preisen erwarten, oder mehr als das Vierfache der gesamten Wirtschaftsleistung eines Jahres. Für Österreich und die Schweiz ergäben sich zusätzliche Wachstumseffekte in der Größenordnung des Dreifachen des gegenwärtigen Bruttoinlandsprodukts.

Auch wenn sich mit solche Projektionen die Gewinne aus besserer Bildung nur grob abschätzen lassen, zeigt die Studie, dass die Effekte bei weitem größer sind als bei kurzfristiger makroökonomischer Steuerung. Auch wenn es notwendig ist, die Rezession weiter zu bekämpfen, sollten dabei langfristige Politikziele nicht aus den Augen verloren gehen.

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Quelle: http://www.oecd.org